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Samstag, 2010-09-04

 

Frauen gegen
Erwerbslosigkeit e.V.
Christinastr. 62-64
(Innenhof Post)
50733 Köln-Nippes
Tel.: 0221/732 72 51
Fax: 0221/294 42 89
E-mail: kontakt(at)
frauen-erwerbslos(.)de

 

»Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.«

Zu unserer Geschichte

Der Verein Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. wurde 1984 aus einer Selbsthilfegruppe erwerbsloser Frauen heraus gegründet. Die Vereinsgründerinnen haben bewusst den Begriff der Erwerbslosigkeit statt Arbeitslosigkeit gewählt, da dieser die Situation von Frauen konkreter beschreibt: Durch ihre nicht entlohnte Arbeit im privaten Bereich sind die wenigsten Frauen arbeitslos.

Wofür wir stehen

Der Verein hat die Ziele und den Zweck:
• eine Interessensvertretung von erwerbslosen bzw. von Erwerbslosigkeit bedrohten Frauen in der Öffentlichkeit zu bilden
• Frauen durch Beratung, Information und Weiterbildung zu unterstützen
• geschlechtsspezifische Folgen von Erwerbslosigkeit zu begleiten und aufzuarbeiten.

Unsere Zielgruppen und Themenschwerpunkte

Im Verlauf der langjährigen Vereinsgeschichte hat sich einiges geändert. Die gesellschaftlichen Bedingungen haben sich für viele verschlechtert. Arbeitslosigkeit als Massenphänomen betrifft nicht mehr nur sogenannte Minderheiten, sondern viele Schichten der Bevölkerung. Der Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze ist groß.
Schlechte Chancen haben v.a. die, die den gefragten Kriterien wie Flexibilität und Qualifikation nicht genügend entsprechen. Das betrifft Frauen mit Kindern, „ältere Frauen“, Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Migrantinnen mit geringen Deutschkenntnissen oder Frauen ohne (in Deutschland anerkannte) Ausbildung. Aber selbst diejenigen Frauen, die sehr gute Voraussetzungen mitbringen, sehen sich bei der Berufsrückkehr nach einer Erziehungsphase strukturell angelegten Hindernissen
gegenüber. Dies gilt bspw. auch für junge, hoch qualifizierte Frauen. Insbesondere sind hier die mangelnde Versorgungslage in der öffentlichen Kinderbetreuung sowie die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse zu nennen, die v.a. den Mangel an Existenz sichernden Teilzeitangeboten zur Folge haben. Dies ebenso wie die fehlende Flexibilität von Arbeitszeiten trifft gerade die Zielgruppe der allein erziehenden Berufsrückkehrerinnen.

Der Verein heute

Mit den veränderten Rahmenbedingungen hat sich auch die Vereinsarbeit verändert. Was vor fast 20 Jahren als Selbsthilfeprojekt begann, hat sich zunehmend professionalisiert. Trotz finanzieller Engpässe ist es uns gelungen, ein buntes Bildungs- und Beratungsangebot aufzubauen.

Seit 2000 ist der Verein Träger einer Jobbörse für Frauen, im Rahmen des Kölner Programms „Pro Veedel", in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Köln. Ziel ist es, Frauen durch qualifizierende Beratung und Begleitung eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Seit 1998 arbeiten wir in einem interkulturellen Team. Zunehmend gehören Migrantinnen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem aufenthaltsrechtlichen Status zu unserer Zielgruppe. Ein besonderer Erfolg, da gerade die Erreichbarkeit von Migrantinnen häufig andere Mittel und Wege erfordert als die deutscher Frauen. In den Beratungen können wir für Migrantinnen Übersetzungen in persisch, türkisch, russisch, serbokroatisch, englisch oder französisch anbieten.

Der Verein hat sich zu einem Treffpunkt von erwerbslosen Frauen deutscher und ausländischer Herkunft entwickelt. Innerhalb der verschiedenen Angebote besteht die Möglichkeit des Austauschs untereinander, mit dem Ziel, sich kennen zu lernen, Vorurteile abzubauen und von einander zu lernen.